Chronologie

Chronologie

1923

Am 23. Juli 1923 wird die Zürcher Freilager AG auf Veranlassung der Zürcher Handelskammer gegründet und am 3. Dezember desselben Jahres ins Handelsregister aufgenommen. Die Gesellschaft hat den Zweck, die zollfreie Einlagerung und den zollfreien Transithandel von Gütern aus dem Ausland zu ermöglichen. Die Suche nach dem geeigneten Areal, welches den Wünschen und Ansprüchen entspricht, erweist sich als grosse Herausforderung. Auf dem Gebiet der Stadt Zürich gibt es insgesamt 21 Angebote, keines davon entspricht aber den gestellten Anforderungen. Schliesslich findet man in der Gemeinde Albisrieden ein Areal, welches verkehrstechnisch gut erschlossen ist und in der Nähe der Stadt Zürich liegt. Die Tramlinie 6 fährt schon 1923 bis in den Dorfkern von Albisrieden und die Gemeinde ist bereits zu diesem Zeitpunkt mit der nah gelegenen Stadt gut verbunden. Die Autofabrik Arbenz und die Albiswerke sind bereits seit 1906 bzw. 1922 in der Nord-Ost-Peripherie des einstigen Bauerndorfs Albisrieden angesiedelt und haben den Strukturwandel und das Wachstum der Bevölkerung in diesem Gebiet vorangetrieben.

1925

Nach langen Verhandlungen wird zu Beginn des Jahres 1925 der Kaufvertrag und der Vertrag für das Gleisanschlussrecht abgeschlossen. Das Areal von 70’500 m² wird nicht auf einmal überbaut, sondern sukzessiv den Bedürfnissen angepasst. Die zwei parallelen Blöcke von 135m Länge und 24m Breite werden durch die Architekten Otto Wilhelm Pfleghard und Max Häfeli (Pfleghard & Häfeli) als erstes erstellt und gelten als Gründerbauten. Es folgen Schuppen zur Einlagerung von Automobilien und das Zollwächterhaus am Eingang des Freilagergebiets, welches zolltechnisch zum Ausland zählt. Das ganze Areal erhält einen zwei Meter hohen Drahtzaun und bleibt in der Folge über 90 Jahre lang nicht mehr frei zugänglich.

1934

Am 1. Januar 1934 wird die Gemeinde Albisrieden zusammen mit Altstetten, Witikon, Höngg, Seebach, Schwamendingen, Oerlikon und Affoltern in die Stadt Zürich eingemeindet.

1955

Da es für Autoimporteure einträglicher ist, ihre Autos im Zollfreilager einzulagern, beschliesst der Verwaltungsrat den Bau einer Autolagerhalle, welche Platz für bis zu 350 Autos bietet. Noch vor dem Bau ist der grösste Teil der Lagerfläche langfristig vermietet. Die neue Halle wird lange Zeit zum einträglichsten Geschäft für die ZF.

1994

An der Rautistrasse 75/77 wird der «Block 7» im sogenannten Inlandteil des Areals fertig gestellt. Die Zürcher Freilager AG vergrössert damit das Angebot an Gewerbeflächen und konzentriert sich zunehmend die Vermietungstätigkeiten von Immobilien.

2000

Im Jahr 2000 erarbeitet die Stadt Zürich Grundlagen für ein übergeordnetes Entwicklungskonzept für das Letzigebiet. Es wird erkannt, dass sich das sogenannte «Zwischengebiet» zwischen Altstetten, Albisrieden und Aussersihl durch eine hohe Heterogenität auszeichnet und grosses Entwicklungspotenzial aufweist.

2002

Dem Gesamtkonzept von Itten und Brechbühl AG folgend, reicht die Zürcher Freilager AG 2002 ein erstes Baugesuch für den «Block 8» ein, welcher zwar bewilligt, aber nicht realisiert wird, nachdem sich herausstellt, dass sich die Vermietungschancen als zu gering erweisen. Als Folge davon konzentriert man sich auf den nordöstlichen Teil des Gebiets und verfolgt eine Planung für das Gesamtareal in kleinen Schritten.

2004

Im Sommer 2004 veranstaltet die Stadt Zürich drei Workshops im Hinblick auf die städtebauliche Entwicklung des Letzigebiets. Beteiligt sind private Grundeigentümer, externe Planungsteams und interdisziplinäre Fachexperten wie die UBS AG, die Credit Suisse, die Zürcher Freilager AG, die Migros Pensionskasse, Diener&Diener Architekten AG, Marcel Meili, Markus Peter Architekten AG, Patrick Gmür Architekten AG, VUES Prof. Christophe Girot, A.D.P. Architektur Design Planung, Vetsch Nipkow Partner und die Metron Verkehrsplanung AG. Ziel ist das gemeinsame Vorausschauen und stadtplanerische Vordenken und darauf aufbauend das Erarbeiten von Grundsätzen für eine nachhaltige Entwicklung des Letzigebiets. Insbesondere werden Entwicklungspotenziale der folgenden vier grossen Areale näher untersucht: Das Schlachthofareal, das Hefti-Areal, das UBS-Areal an der Flüelastrasse und das Areal des Zollfreilagers.

2007–2008

Die Testplanungen zeigen, dass das Freilager Albisrieden ideale Voraussetzungen für ein urbanes Mischgebiet mit hohem Wohnanteil bietet. Ohne dass die Gründerbauten aus dem Jahr 1927 formell geschützt sind, entscheidet sich die Zürcher Freilager AG diese Backsteingebäude als identitätsstiftende Elemente bestehen zu lassen, umzunutzen und aufzustocken. Es wird zudem klar, dass einem differenzierten, die einzelnen Baufelder strukturierenden und das Areal mit den umliegenden Gebieten vernetzenden Freiraumkonzept hohe Bedeutung beizumessen ist. Im November 2008 stimmt die Zürcher Bevölkerung der Umzonung des Freilagers Albisrieden von einer Industrie-, Dienstleistungs und Handelszone (IDH) zu einer fünfgeschossigen Zentrumszone (Z5) mit Gestaltungsplanpflicht zu.

2010

Marcel Meili, Markus Peter Architekten AG erarbeiten zusammen mit Vogt Landschaftsarchitekten AG und der Buchhofer Barbe AG ein städtebauliches Leitbild. Es beschreibt insbesondere die angestrebte stadträumliche und architektonische Qualität des Areals und macht Aussagen zu Freiraum, Nutzungen, Erschliessung, Nachhaltigkeit und Etappierung. Basierend auf diesem Leitbild wird der private Gestaltungsplan «Freilager Albisrieden» entwickelt, welcher im Juni 2010 vom Zürcher Stadtrat bewilligt und im November 2010 in Kraft gesetzt wird. Der Gestaltungsplan strukturiert eine Überbauung mit den unterschiedlichen Teilgebieten A, B, C, D und E. Parallel zum Bewilligungsverfahren werden für die Teilgebiete A und C Studienwettbewerbe durchgeführt. Das Teilgebiet A wird infolgedessen von Rolf Mühlethaler Architekt (Bern) und das Teilgebiet C von haratori Architekten (Zürich) und Wingender, Hovenier Architecten (Amsterdam) weiterbearbeitet. Marcel Meili, Markus Peter Architekten AG werden mit der Umnutzung und Aufstockung der Gründerbauten im Teilgebiet D sowie mit der Planung von studentischen Wohnungen im Baufeld A4 im nördlichen Teil des Areals betraut. Das Teilgebiet B, zu welchem der «Block 7» gehört und das Teilgebiet E werden vorderhand nicht weiterbearbeitet.

2011

Im April 2011 reichen die Architektenteams aller drei Teilgebiete das Vorprojekt ein und im November 2011 wird die Baueingabe für das Gesamtprojekt (alle Teilgebiete) gemacht. Am 15. Dezember 2011 wird die retrospektive Ausstellung über den Architekten Rolf Mühlethaler im Architekturforum eröffnet. Dazu erscheint eine zweiteilige Publikation, «Rolf Mühlethaler» und «Grundrisse Freilager» im Eigenverlag des Architekturforums. Die bereits leeren Gebäude auf dem Freilagerareal werden der Stadt Zürich von der Zürcher Freilager AG für die «Kunstszene Zürich 2011» vom 21. Dezember 2011 bis zum 8. Januar 2012 zur Verfügung gestellt. Ende 2011 schliesst die Zürcher Freilager AG für die 196 Zimmer für das studentische Wohnen im Baufeld A4 einen Mietvertrag mit der WOKO der Studentischen Wohngenossenschaft Zürich ab.

2012

Im Februar 2012 geben die Projektteams die Unterlagen für die TU-Submissionen ab und im April 2012 erhält die Bauherrschaft von der Stadt Zürich (Bausektion) die Baubewilligungen für alle Bauvorhaben. Die ersten Lagergebäude auf dem Areal werden zurück gebaut.

2013–2016

Im März 2013 unterzeichnet die Zürcher Freilager AG mit der Allreal General­unternehmung AG den Totalunternehmerwerkvertrag und am 6. Mai 2013 erfolgt der offizielle Baustart der Gesamtüberbauung «Freilager Zürich» mit der ersten Bahnfahrt zum Abtransport des Abbruch- und Aushubmaterials. Im Januar 2015 startet die mit der Erstvermietung beauftragte Intercity Zürich AG mit der Vermarktung der ersten 469 Wohnungen sowie den kommerziellen Flächen in den Teilgebieten A und D. Im September 2015 erfolgt dann die Erstvermarktung der 269 Wohnungen im Teilgebiet C und der 58 Wohnungen im Baufeld A5. Mit der 2015 abgeschlossenen Revitalisierung des «Block 7» im Teilgebiet B wird das Gewerbehaus vollumfänglich in das «Freilager Zürich» integriert. Ab März 2016 erfolgt die sukzessive Fertigstellung der Gesamtüberbauung und die ersten Mieter ziehen im Areal ein. Im September 2016 anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten, überreicht der Energieverantwortliche der Stadt Zürich der Zürcher Freilager AG das Zertifikat 2000-Watt-Areal für das Freilager Zürich. Mit der Fertigstellung des letzten Gebäudes im November 2016 werden die Bautätigkeiten abgeschlossen.

Meldungen

12.04.17

Fusion der Zürcher Freilager AG mit der AXA Capsus AG und Abfindung der Publikumsaktionäre der Zürcher Freilager AG  Mehr

01.11.16

Zürcher Freilager AG – Zürich weiter West  Mehr

04.10.16

Freilager Zürich Eröffnungsfeier  Mehr

27.09.16

Grösstes bewohntes 2000-Watt-Areal  Mehr

17.09.15

Freilager Zürich − das erste nachhaltige Stadtquartier  Mehr

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